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Der Samsung Akku ist zum zweiten mal leer. Er hat wieder 27 Tage gehalten. Wenn ich jetzt die 2600 mAh durch die 648 Stunden der 27 Tage teile, dann komme ich auf ein Mittel von 4 mA in der Stunde. Jetzt hat es mich interessiert, ob ich das auch durch nachmessen bestätigen kann. Daher habe ich mit meinem MultimeterOszi von Siglent (Das ich übrigens sehr empfehlen kann) eine Verlaufsgrafik eines Aufwachzyklus meines Sensors erzeugt.

stromverbrauch

Die Samplerate lag bei 2S/Sec, d.h. jeder blaue Balken ist ein Sample alle 0.5 Sekunden. Der Gesamtverlauf der Grafik bildet also 92.5 Sekunden ab. Die “leeren” Bereiche am Anfang und am Ende der Grafik sind der Deepsleep-Mode. Im Deepsleep verbraucht mein Sensor ca. 0.07 mA. Ich gehe später noch darauf ein, warum der Wert deutlich über den 0.01 mA der Angabe aus dem Forum von Espressif liegt. Zwische Sample 14 und 157 ist der Sensor “wach”. Das sind also ca. (157-14)/2 = 71.5 Sekunden. Das passt auch zum Code. Der Delay im Timer ist 65 Sekunden, dazu kommt der Wakeup, die Zeit bis eine Verbindung zum AP besteht und eine IP bezogen wurde usw.

Der Mittelwert aus den Feldern 14 – 157 ist 60.43. Der Sensor wacht alle 15 Minuten auf. D.h. wir haben 4×71.5 Sekunden Wachzeit mit ca. 60.43 mA Verbrauch  und den Rest der Stunde 0.07 mA. Also kommen wir auf 286 Wachsekunden und 3600-286 = 3314 DeepSleep Sekunden. Also haben wir ((3314*0.07)+(286*60.43))/3600 = 4.87 mA in der Stunde. Das ist Nahe an den 4 mA von oben, wenn man auch noch bedenkt, dass diese Werte in meiner neuen Schaltung gemessen wurden, die ggf. etwas mehr Strom verbraucht als der bereits aktive Sensor. z.B. wegen dem zusätzlichen Board von Pololu, dem abweichenden ESP-Modul (ESP12 vs. ESP12-E) und der modifizierten Ladeelektronik für den Akku (siehe mein letzter Post). Hier mein neues, noch nicht ganz fertiggestelltes Sensor-Board.

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Um einschätzen zu können, was mich die Ladeelektronik und das BuckBoostBreakout kosten, habe ich die gleiche Messung noch mal am VCC des ESP12-E vorgenommen, statt zwischen Akku und Platine. Dort konnte ich im Deepsleep einen Wert von 0.008 – 0.019 mA ermitteln. Damit liegt das Modul im Bereich der 0.01 mA die Espressif vorgibt. Das bedeutet aber auch, dass ich 0.05 mA permanent in der Ladeelektronik und dem BuckBoost verheize. Das ist schade, lässt sich aber vermutlich nicht ändern.

Was sich aber einfach ändern lässt und gleich signifikant in der Statistik einschläg, ist die Wachzeit des Sensors. Drücke ich diese von 71.5 Sekunden auf z.B. 30 Sekunden, dann würde das die Laufzeit mehr als verdoppeln. Da ich im Moment die Sensoren erst mit Strom versorge, wenn das Modul aufwacht, muss ich prüfen wie lange der Feuchtiggkeitssensor braucht um sich zu stabilisieren. Das oben gezeigte Sensor-Modell soll ausserdem noch einen DS18B20 basierenden Aussentemperatursensor haben und ein BMP180 Modul für den Luftdruck. Hier möchte ich mir auch noch den BME280 Sensor anschauen. Dieser integriert Luftdruck, Temperatur und Feuchtigekeit in einem sehr sparsamen Chip. Allerdings macht es ja keine Sinn den Druck in jedem Zimmer zu messen. D.h. ein Sensor pro Standort ist komplett ausreichend.

 

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